Rückenwind.
Dieses Wort spielte auf der Fahrrad-Konzertreise entlang der Unterelbe für die gut 20 Bläserinnen und Bläser aus Anhalt und der Pfalz eine zentrale Rolle. Nicht nur die Strecke, die sie mit dem Fahrrad von Cuxhaven nach Stelle, mit Zwischenstationen in Geversdorf, Krummendeich, Stade und Buxtehude, absolvierten, wurde mit Rücksicht auf Rückenwind geplant. Auch das Mottolied, das in allen Konzerten und Gottesdiensten an den einzelnen Stationen erklang, trug den Namen Rückenwind, komponiert von Jens Uhlenhoff.


Die Fahrradkonzertreise bietet die Möglichkeit, zehn Tage lang einen, für die meisten Teilnehmer eher unbekannten Teil Deutschlands, mit dem Fahrrad (begleitet von einem Auto, das das Gepäck und die Snacks für die Mittagspausen zu den einzelnen Stationen bringt) zu erkunden. Dabei werden immer wieder Zwischenstopps in den Kirchengemeinden, die entlang der Strecke liegen eingelegt. Geschlafen wird auf Isomatte und Schlafsack in den Gemeindehäusern. Für die Verpflegung sorgen die Teilnehmer selber oder die Posaunenchöre vor Ort. Als Gegenleistung und Dank für die Gastfreundschaft, geben die Teilnehmer ein Konzert oder übernehmen die musikalische Gestaltung eines Gottesdienstes, um die Freude an der Musik, die ein wesentlicher Teil des Konzepts ist, auf die Gemeinden und Posaunenchöre zu übertragen.
Die Fahrradtouren werden alle zwei Jahre veranstaltet, immer abwechselnd organisiert von den Landesposaunenwarten aus Anhalt und der Pfalz, Steffen Bischoff und Christian Syperek. Dabei sind die meisten Teilnehmer „Wiederholungstäter“. Wer einmal dabei war, möchte auf ein nächstes Mal nicht mehr verzichten. Die gemeinsame Musik, die Gruppenaktivitäten und die Gastfreundschaft der Gemeinden, sorgen für zehn Tage Spaß und bieten die Möglichkeit, dem Alltag zu entfliehen. Dieses Jahr spielte auch das Wetter mit, was den täglichen Besuch im Freibad möglich und angenehm werden ließ.
Nach über 300 Kilometern mit dem Fahrrad zurückgelegter Strecke, endete die diesjährige Tour mit einem Serenadenkonzert in Stelle.

Sönke Vogelsberg